Ein Porno-Skandal erschüttert Italien und erreicht die höchsten politischen Kreise. Auf der Online-Plattform "Phica" wurden jahrelang manipulierte Fotos prominenter Frauen verbreitet - darunter Regierungschefin Giorgia Meloni (48).
Die Premierministerin reagierte am Freitag empört auf die Enthüllungen. «Es ist entmutigend, dass es im Jahr 2025 immer noch Menschen gibt, die es für normal und legitim halten, die Würde einer Frau mit Füßen zu treten», sagte Meloni zur Tageszeitung "Corriere della Sera".
Meloni rief alle betroffenen Frauen auf, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. «Die beste Verteidigung ist, solche Inhalte sofort zu melden», erklärte sie. Sie sei «angewidert von dem, was passiert ist».
Massive Plattform nach 20 Jahren geschlossen
Die Plattform "Phica" war seit 2005 aktiv und hatte zuletzt über 700.000 Abonnenten. Dort wurden Bilder von Social-Media-Profilen oder politischen Veranstaltungen gestohlen und anschließend so verfälscht, dass sie Frauen in sexualisierter Form zeigten.
Erst am Donnerstag wurde die Seite nach jahrelanger Kritik endlich geschlossen. Nach Angaben der "Welt" führte die Entdeckung durch Valeria Campagna zu dem Skandal und polizeilichen Ermittlungen.
Auch Italiens Oppositionsführerin Elly Schlein (39) und Melonis Schwester Arianna (50) wurden Opfer. Laut dem Portal "Il Post" fanden sich auf "Phica" sogar Beiträge, in denen Väter Fotos ihrer kleinen Töchter hochluden - versehen mit widerwärtigen Kommentaren.
Verbindung zu weiteren Missbrauchsfällen
Der Fall reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Enthüllungen. Erst vergangene Woche flog die Facebook-Gruppe "Meine Frau" auf, in der Männer intime Fotos ihrer Partnerinnen teilten - oft ohne deren Wissen.
Die Frauen wurden mit sexistischen, teils gewalttätigen Kommentaren verhöhnt. Nach Angaben der "Welt" hatte Meloni bereits 2024 rechtliche Schritte gegen Deepfake-Videos eingeleitet.
Meloni sprach von einer «inakzeptablen Attacke auf die Würde von Frauen». Sie forderte, die Verantwortlichen müssten «mit äußerster Härte» bestraft werden.
Politische Reaktionen und Ermittlungen
Oppositionschefin Schlein warnte vor einer «Kultur der Vergewaltigung», die durch solche Plattformen gefördert werde. Italiens Gleichstellungsministerin Eugenia Roccella (69) kündigte Maßnahmen gegen diese «Barbarei des dritten Jahrtausends» an.
Die Polizei bestätigte zahlreiche Anzeigen gegen "Phica" und ähnliche Seiten. Jetzt soll ermittelt werden, wer hinter dem Porno-Netzwerk steckt.
Verwendete Quellen: "Bild", "Welt", "T-Online", "Tagesspiegel", "Spiegel"
(dpa) Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz überarbeitet.